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LAK-Sprecher Kinderarmut

Dr. Winfried Glück, Sprecher der FG "Kinderarmut und Familie" der LAK © LAK

Zephir-Geschäftsführer wird neuer Sprecher der LAK-Fachgruppe „Kinderarmut und Familie“

Dr. Winfried Glück, Geschäftsführer der Zephir gGmbH, ist zum Sprecher der Fachgruppe „Kinderarmut und Familie“ der LAK gewählt worden. In dieser Funktion vertritt er den Bereich Kinder- und Familienarmut in der Landesarmutskonferenz (LAK) Berlin. Die Fachgruppe leistet konzeptionelle sowie praktische Arbeit und steht für weitere interessierte Organisationen und engagierte Menschen offen.

Die Landesarmutskonferenz Berlin ist ein Netzwerk aus Nicht-Regierungsorganisationen. Hier treffen sich Vertreter aus Sozialverbänden, den Kirchen und ihren Wohlfahrtsorganisationen, Gewerkschaften, aus Bildungseinrichtungen, sozial engagierten Vereinen und Initiativen (u.a. Kinder, Frauen, Obdachlose, Migranten, Senioren) und gemeinnützigen Organisationen, um Armutsthemen zu diskutieren. Die LAK sieht ihre Aufgabe darin, auf soziale Missstände und Ungleichverteilungen, auf fehlende Konzepte und Hilfsangebote für sozial benachteiligte Gruppen in Berlin aufmerksam zu machen, um mit geeigneten, fachlich untermauerten Informationen und Forderungen an Politik und Öffentlichkeit heranzutreten. Diese entstehen in den sechs Fachgruppen, die mit kompetenten Vertretern aus der Sozialwirtschaft Berlins besetzt sind.

Armut in Deutschland ist relativ, sie bemisst sich am durchschnittlichen Lebensstandard der jeweiligen Bevölkerung. Wirtschaftliche Armut ist dabei nur ein Merkmal, denn Armut wird auch in vielen anderen Lebensbereichen sichtbar. Sie kann die Einschränkung von Handlungsspielräumen und Beteiligung bedeuten, sie kann aber auch Entwicklung unmöglich machen. Der Erhalt der Menschwürde ist das entscheidende Kriterium, egal ob es um Bildungschancen, gesellschaftliche Teilhabe, Gesundheit oder finanzielle Ausstattung geht.
Besonders Kinder sind zunehmend von Armut betroffen. Der Anteil der von Armut betroffenen Kinder liegt im wohlhabenden Bezirk Steglitz-Zehlendorf bei 13%. Die Kinder bekommen die Existenzprobleme ihrer Eltern oder alleinerziehenden Müttern/Väter unmittelbar zu spüren. Die Zahl der getrenntlebenden oder alleinerziehenden Eltern wächst. Nicht selten drohen Verschuldung und Wohnungsverlust, manchmal wird sogar das Essen knapp. Nicht immer halten die Eltern den Belastungen gesundheitlich stand, einige erkranken auch psychisch. Vernachlässigung und emotionale Verwahrlosung bei den Kindern sind die Folge.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie – Landeskommission zur Prävention von Kinder- und Familienarmut – hat eine Strategie entwickelt, um in Berlin gezielt gegen Kinderarmut vorzugehen. So stehen neben umfangreicheren finanziellen Mitteln für Kinder und Familien auch eine bessere Ausstattung von Schulen und Kitas, der Ausbau und die qualitative Verbesserung von staatlichen Hilfsangeboten, die Sicherung des Anspruchs auf Hilfen zur Erziehung als präventive Maßnahme, die Flexibilisierung von Betreuungsangeboten und die Integration von Alleinerziehenden in den Arbeitsmarkt auf der Forderungsliste der LAK und der Landeskommission.

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