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Rechenschwäche

Rechenschwäche

Besondere Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechnens werden unter dem Begriff Rechenschwäche (Dyskalkulie) zusammengefasst. Kinder, die an einer Rechenschwäche leiden, haben Schwierigkeiten, Strategien im Umgang mit Mengen und Zahlen sowie Einsichten in die mathematischen Operationen aufzubauen. Sie halten am zählenden Rechnen fest und können die Zahlbeziehungen nicht automatisieren. Dies führt zu einer starken Belastung des Arbeitsgedächtnisses und einer sehr hohen Konzentrationsleistung, mit der eine eigene, fehlerhafte Rechenstrategie erarbeitet wird.

Therapie:

Die Therapie von Dyskalkulie folgt den Grundlagen der Vermittlung der mathematischen Basiskompetenz und weiteren Grundsätzen:

  • Der Lerninhalt orientiert sich an den Interessen und Bedürfnissen des Kindes und spricht komplexe, lebensnahe Problembereiche an.
  • Grundlegend für das mathematische Verständnis ist das konkrete Handeln mit Material und die systematische Hinführung zur symbolischen Ebene.
  • Durch das operative Durcharbeiten einer Aufgabe wird das Verständnis zum Aufbau von Strukturen, die Beweglichkeit des Denkens sowie die Fähigkeit, neue, komplexe Zusammenhänge zu erschließen, gefördert.
  • Rechenfehler sind nicht unerwünscht, sondern werden konstruktiv genutzt, um ungeeignete Strategien und mathematische Vorstellungen aufzudecken.
  • In Anlehnung an das theoretische Konzept der verbalen Selbstinstruktion (Meichenbaum&Goodman) wird das „laute Denken“ genutzt, um Vorausplanungen und die gedankliche Aufgliederung einzeln aufeinander bezogener Handlungsschritte zu fördern.

In den Herbstferien 2017 bietet das Zentrum für Integrative Lerntherapie zwei Ferienkurse zum Thema „Rechnen“ und „Lernen“ für Schülerinnen und Schüler an. Weitere Informationen finden Sie hier.