Go to Top

Lernen + soziale Beziehungen im schulischen Kontext fördern

Lernen + soziale Beziehungen im schulischen Kontext fördern

Lebendiges Lernen – das Leben in die Hand nehmen

Das Zentrum für Integrative Lerntherapie von Zephir gGmbH realisiert ein Modellprojekt für Kinder und Familien aus Flüchtlingsregionen und Zehlendorf‐Süd in Zusammenarbeit mit der Grundschule am Buschgraben.

Die Kinder säen, ernten und kochen gemeinsam. Sie schreiben Rezepte auf und wiegen die Früchte. Die drei neuen Lernorte an der Schule, der Schulgarten, die Küche und das „Café Buschgraben“, in dem die Kinder die Eltern mit selbsthergestellten Produkten aus Garten und Küche bewirten, ermöglichen den Kindern Lernerfahrungen in Verbindung mit natürlichen Prozessen und Kreisläufen.

Kochen in der Schulküche
Im Lernort Küche lernen die Kinder basale Kulturtechniken, beschäftigen sich nebenbei mit Zahlen und Mengen und verbessern ihren Wortschatz und die Ausdrucksfähigkeit. Im gegenseitigen Austausch über Essgewohnheiten und Lieblingsgerichte entsteht eine interkulturelle Beziehung, die unmittelbar sinnlich erfahrbar ist und auch das Familienleben der Kinder einschließt.

Erfolgreiche Ernte
Im Lernort Garten können die Kinder bei der Gestaltung des Gartens lebendiges Lernen erfahren und ihre Selbstverantwortung stärken. Im Mittelpunkt steht auch hier eine Handlung, die sie selbständig vorantreiben. Das Lernen geht über die Vermittlung von Informationen, wie es die Kinder aus anderen Lernzusammenhängen gewohnt sind, hinaus. Es geht darum, dass den Kindern Erfahrungen ermöglicht werden, in denen sie die ökologische Vielfalt mit allen ihren Sinnen begreifen können.

Gemeinsames Kaffeetrinken
Mit dem „Elterncafé Buschgraben“ wurde ein Ort für die Begegnung und Beratung der Eltern geschaffen. Besonders die Willkommenseltern können damit einen Weg in die Schule finden und sich am gesellschaftlichen Leben der Schule beteiligen. Das Café findet je nach Witterung im Garten bzw. in der Küche statt und verbindet die beiden Lernorte des Projektes. Ein Sprachmittler unterstützt die Eltern, um miteinander „ins Gespräch“ zu kommen und Erfahrungen auszutauschen.

 

Über das Projekt
Das Projekt ist ein Beitrag zur Partizipation von geflüchteten Kindern und Eltern am Schulleben sowie der Förderung der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule durch Begegnung und Beratung. In den gemeinsamen Aktionen entstehen Lernsituationen, die einen hohen emotionalen und damit motivationsfördernden Stellenwert besitzen („shared attention“). Durch die direkte Erfahrung von Selbstwirksamkeit wird das Selbstwertgefühl der Kinder gestärkt und kann auf den Schulalltag im Klassenzimmer zurückwirken. Die Konzentration auf ein gemeinsames Ziel fördert die Selbstregulation, und in der Planung und Durchführung von Handlungsabläufen wird die Problemlösekompetenz der Kinder gestärkt. In konkreten, anschaulichen Lernsituationen werden verschiedene Lernleistungen aus dem Rechen- und Schriftspracherwerb erarbeitet. Projektlaufzeit: 04/2018 – 12/2018.

Das Projekt „Lernen + soziale Beziehungen im schulischen Kontext fördern“ wird realisiert mit freundlicher Unterstützung von

      

 

Ferienschule
Zeitraum: 9.7. – 13.7.2018 und 13.8. – 17.8.2018
Ort: Therapie- und Beratungszentrum Zephir gGmbH, Kilstetter Str. 20, 14167 Berlin

Wir freuen uns, dass wir in diesen Sommerferien eine Ferienschule anbieten können – sie ist ein weiterer Baustein zur Umsetzung der Ziele des Projektes: Anhand praktischer Alltagsthemen werden Handlungskompetenzen erworben und Grundlagen des Sprechens, Lesens, Schreibens und Rechnens erarbeitet und dokumentiert. Dabei wird eine größtmögliche Beteiligung besonders der geflüchteten Eltern am gemeinsamen Lernen und Spielen angestrebt. Es können Kontakte aus dem Elterncafé genutzt und verstärkt werden. Flyer der Feriensprachschule zum Download